New York, The songs of Brooklyn

jetztzeit

Der Blog soll in der Jetztzeit ankommen. Aber echt.

Wir könnten einen Zeitsprung machen, wie in der Kochsendung, wenn der Auflauf noch roh wabernd in den Ofen geschoben wird, sich der Koch oder die Köchin einmal umdreht, und der Auflauf gar ist.

Oft werden Zeitsprünge (und Verfolgungsjagden) von Musik begleitet. Bitte dieses Lied einschalten, wenn im Büro – Kopfhörer aufsetzen, zur Kollegin sagen “Skype Konferenz”. Los geht’s:

Wir schreiben das dritte Monat mit einem R. Das heißt: Her mit den Oysters auf dem Silbertablett. Die Finger in Handschuhe stecken, die Frisur von der Haube ruinieren lassen. Elektrisch werden. Der Heizung beim Zischen zuhören. Verstehen, warum in Amerika alle von der Holiday Season sprechen. Holiday Season: Alles beginnt mit dem Veteran’s Day, ein Urlaubstag, dann kommt bald Thanksgiving, mit dem darauffolgenden schwarzen Freitag, an dem man sein Leben verlieren kann, wenn man sich zum Beispiel im Rabattgerangel den Schädel einschlagen lässt für einen Flachbildschirm mit 11o Inch um minus 70 %. Es gibt nur noch Glitzernagellack zu kaufen. Kürbisse, Chips mit Thanksgiving-geschmack, Eggnogg-Joghurt. Apple Cider. Ich habe noch nie einen besseren Apfelsaft getrunken als hier in Amerika. Und übrigens auch noch nie bessere Salzgurken gekauft als hier im Key Foods, einem eher garstigen Supermarkt. Leider, Leo vom Naschmarkt. Wo war ich stehengeblieben? Truthähne, Truthahnbeizkübel, Brussel Sprouts, dieses Land ist auf Kohlsprossen, zu gleichen Teilen wie auf Pommes Frittes. Und dann ist Thanksgiving um, und man kann die Luft anhalten bis Weihnachten, Chanukka, Silvestro. Wacht man aus den Holidays auf, ist ein neues Jahr angebrochen. Und der Truthahn hoffentlich fertig.

 

Link

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *